11. Juni 2026 12/26
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Leserinnen und Leser,
gerne blicke ich an dieser Stelle noch einmal auf einen besonderen Höhepunkt der vergangenen Woche zurück: Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze hatte zum traditionellen Sommerfest der Landesvertretung geladen. Beim diesem „Fest der Begegnungen“, so der offizielle Titel, kamen zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft zusammen, um miteinander ins Gespräch zu kommen und bestehende Kontakte zu vertiefen. Partner des diesjährigen Sommerfestes war die Stadt Halle (Saale), die sich als Transformations-, Zukunfts- und Wissenschaftsstandort präsentierte. Einen besonderen Akzent setzte die Festrede von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, die die Bedeutung eines starken und zukunftsfähigen Europas in herausfordernden Zeiten hervorhob.
Mein herzlicher Dank gilt allen Gästen, Unterstützern und Partnern sowie insbesondere dem Team der Landesvertretung, welches mit großem Engagement zum Gelingen dieser Veranstaltung beigetragen hat. Mehr Eindrücke und Informationen zum Sommerfest finden Sie im Hauptteil dieser Ausgabe.
Mit besten Grüßen
Daniel Wentzlaff
Stellvertretender Leiter der Landesvertretung
Aus der Landesvertretung
Das Sommerfest des Landes Sachsen‑Anhalt am 3. Juni 2026 verwandelte die Area 42 in der Rue des Palais 46 in Brüssel in einen lebendigen Treffpunkt europäischer Begegnung, regionaler Innovationskraft und offener Gespräche. Unter dem Leitmotiv „Sachsen‑Anhalt: Die Stadt Halle (Saale) trifft Europa – an der Schnittstelle der digitalen Transformation von Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft“ präsentierten sich Akteurinnen und Akteure insbesondere aus Forschung und Wirtschaft. Sie machten eindrucksvoll sichtbar, wie vielfältig, innovativ und europäisch vernetzt Sachsen‑Anhalt heute aufgestellt ist und wie stark die Stadt Halle (Saale) die digitale Zukunft mitgestaltet.
Eröffnet wurde das Fest von Ministerpräsident Sven Schulze und EU‑Kommissionspräsidentin Dr. Ursula von der Leyen. Beide betonten in ihren Ansprachen die Bedeutung Sachsen‑Anhalts innerhalb der Europäischen Union. Schulze hob hervor, er sei „als Europäer überzeugt, dass wir die EU brauchen“ – gerade angesichts globaler Umbrüche und geopolitischer Herausforderungen. Von der Leyen unterstrich, dass die Europäische Union weiter wachse, neue Handelsabkommen abschließe und damit Regionen wie Sachsen‑Anhalt zusätzliche Chancen eröffne, sich wirtschaftlich und technologisch weiterzuentwickeln.
Auch Halles Oberbürgermeister Dr. Alexander Vogt richtete sich an die Gäste und machte deutlich, dass seine Stadt den Wandel nicht fürchte, sondern aktiv gestalte. Halle (Saale) verstehe sich als Motor der digitalen Transformation und als Ort, an dem Zukunftsfragen praktisch beantwortet werden.
Wie dynamisch diese Entwicklung bereits ist, zeigten die Ausstellerinnen und Aussteller aus Halle (Saale): Die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, TPG (ein Medizinisches Versorgungszentrum mit ambulanter Augenklinik und telemedizinischem Screening), das Just Transition Centre (JTC), das DIP Sachsen-Anhalt (Digitalisierung pflanzlicher Wertschöpfungsketten), PREFRONTAL Cortex, die Smart City Halle (Saale), das Zukunftszentrum Halle, die Entwicklungs- und Verwaltungsgesellschaft Halle-Saalkreis mbH (EVG) sowie Kraftwerk (Software-Holding) präsentierten Projekte aus den Bereichen Gesundheit, Pflege, Landwirtschaft, Wirtschaft, Klima und Stadtentwicklung. Die Vielfalt der vorgestellten Initiativen machte deutlich, wie konsequent die Region auf digitale Lösungen, Forschungstransfer und europäische Kooperation setzt. Besonders große Aufmerksamkeit zog der Beitrag der TPG auf sich, die mit einem Roboterhund ihre Innovationskraft demonstrierte und damit eindrucksvoll zeigte, wie nah Zukunftstechnologien bereits am Alltag angekommen sind.
Mit über 300 Gästen bot das Sommerfest eine ideale Plattform für Austausch und Vernetzung zwischen Politik, Verwaltung, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Die musikalische Begleitung durch das Jazzkollektiv Halle, regionale Spezialitäten – darunter Wein aus dem Saale‑Unstrut‑Gebiet – sowie das moderne, atmosphärische Ambiente der Area 42 verliehen dem Abend eine besondere Note.
Die Veranstaltung machte deutlich, dass Sachsen‑Anhalt sich als wirtschaftlich stark, kulturell kreativ und fest in Europa verankert versteht. Darüber hinaus zeigte es eindrucksvoll, wie europäische Zusammenarbeit konkret gelebt wird: offen, innovativ und zukunftsgerichtet.
An dieser Stelle bedankt sich die Landesvertretung bei allen beteiligten Partnern sowie den Unterstützern des Abends. dr
(Fotos: Elza Lőw)
Aus den Institutionen
Ausschreibungen
I KONSULTATION
Tabakerzeugnisse und Tabakwerbung – Überarbeitung der EU-Vorschriften
Die EU beabsichtigt, ihre Vorschriften zur Eindämmung des Tabakkonsums zu aktualisieren, um den jüngsten Marktentwicklungen, Konsumtrends und digitalen Vermarktungspraktiken Rechnung zu tragen. Ziel dieser Initiative ist es,
- das Funktionieren des Binnenmarktes zu verbessern,
- den Schutz der öffentlichen Gesundheit zu stärken
- und die kontinuierliche Umsetzung des Rahmenübereinkommens der Weltgesundheitsorganisation zur Eindämmung des Tabakkonsums im Einklang mit den Zielen von Europas Plan gegen den Krebs zu gewährleisten. lg PM KOM
I KONSULTATION
Omnibus-Initiative für Bürgerinnen und Bürger – Verringerung des Verwaltungsaufwands
Die Omnibus-Initiative für Bürgerinnen und Bürger zielt auf die Einführung eines Verfahrens ab, mit dem die sich aus EU-Rechtsvorschriften ergebenden administrativen Belastungen, die sich unmittelbar auf den Alltag der Menschen mit rechtmäßigem Aufenthalt in der EU auswirken, verringert werden sollen.
Ziel ist es, sicherzustellen, dass die Bürgerinnen und Bürger in vollem Umfang vom Binnenmarkt profitieren können, ohne mit unverhältnismäßigen administrativen oder rechtlichen Hindernissen konfrontiert zu sein, insbesondere in grenzüberschreitenden Situationen.
Im Zuge dessen wird sich die Gelegenheit bieten, gezielte Änderungen an EU-Rechtsvorschriften vorzunehmen, um den Verwaltungsaufwand zu verringern und die Vorschriften vereinfachen. lg PM KOM
I KONSULTATION
Korruption schadet der Sicherheit und der Wirtschaft der EU, untergräbt das Vertrauen der Öffentlichkeit und die Rechtsstaatlichkeit und erleichtert die organisierte Kriminalität.
Die neue EU-Strategie zur Korruptionsbekämpfung zielt darauf ab, unsere demokratischen Gesellschaften besser zu schützen, indem
- Korruption verhindert, aufgedeckt und bekämpft wird – innerhalb und außerhalb der EU;
- Rechtslücken geschlossen, die Aufsicht verschärft und mehr Transparenz geschaffen wird;
- eine EU-weite Integritätskultur geprägt wird.
Dieser besser koordinierte Ansatz wird dazu beitragen, unsere Werte und Institutionen zu schützen. lg PM KOM

