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„100 Jahre Bauhaus Dessau und das Neue Europäische Bauhaus – lokale Verantwortung für einen gerechten Übergang“

Am 15. April 2026 ist in Brüssel mit einer hochrangigen Konferenz an 100 Jahre Bauhaus Dessau erinnert worden. Veranstaltet wurde die Tagung vom Europäischen Ausschuss der Regionen, der Europäischen Kommission und dem Land Sachsen-Anhalt in Zusammenarbeit mit der Stiftung Bauhaus Dessau. Diskutiert wurde unter anderem, wie Städte und Regionen den Wandel in Europa aktiv gestalten und dabei soziale Teilhabe, Innovation und regionale Identität verbinden können. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie die Ideen des Bauhauses mit dem Neuen Europäischen Bauhaus in die heutige Zeit übertragen werden können – als Leitbild für nachhaltige, inklusive und gestalterisch hochwertige Stadt- und Regionalentwicklung. Das Neue Europäische Bauhaus (kurz NEB) ist eine Initiative der EU, um in Europa den Weg zur Klimaneutralität zu begleiten und Engagement dafür zu aktivieren. Sachsen-Anhalt kommt hier eine besondere Rolle und Verantwortung zu: mit dem historischen Bauhaus am Standort Dessau und der NEB-Initiative #NeueBauhäusler.

Eröffnet wurde die Konferenz unter anderem von Davinia Wood von der Europäischen Kommission, Tanya Hristova, Bürgermeisterin von Gabrovo und erster stellvertretender Vorsitzender der Fachkommission für Sozialpolitik, Bildung, Beschäftigung, Forschung und Kultur im Europäischen Ausschuss der Regionen, sowie Dr. Jürgen Ude, Staatssekretär der Staatskanzlei Sachsen-Anhalt. Die Keynote hielt Dr. Barbara Steiner, Direktorin und Vorstandsvorsitzende der Stiftung Bauhaus Dessau, die den Bogen von der historischen Bauhaus-Idee zu den aktuellen Herausforderungen der Regionen in Europa schlug.

In den Fachpanels diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Praxis über die Rolle kleiner Kommunen und regionaler Akteure beim Wandel. Zu den Gesprächsteilnehmenden gehörten unter anderem der Europaabgeordnete Marcos Ros Sempere, die Kommunalpolitikerin Tsvetelina Simeonova-Zarkin aus Sofia, die OECD-Vertreterin Delphine Clavreul sowie Veronica Manfredi von der Europäischen Kommission. Sachsen-Anhalt konnte hier sein Leuchtturmprojekt des Neuen Europäischen Bauhauses, das Reallabor ZEKIWA Zeitz präsentieren. Im Rahmen dieses Projektes wird das Areal einer ehemaligen Kinderwagenfabrik nach den Prinzipien des Neuen Europäischen Bauhauses revitalisiert: gemeinsam, nachhaltig und schön. Auch Projekte aus Griechenland, Slowenien und Spanien wurden vorgestellt, die zeigen, wie die Bauhaus-Prinzipien vor Ort umgesetzt werden können. 

Die Konferenz machte deutlich, dass das Bauhaus auch ein Jahrhundert nach seinem Umzug nach Dessau weit über die Architektur hinaus wirkt. Es bleibt ein Bezugspunkt für die Verbindung von Gestaltung, gesellschaftlicher Verantwortung und regionaler Entwicklung in Europa. yl 

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