Internationale Schulkontakte

In Sachsen-Anhalt wird großer Wert auf gute Bildung gelegt. Dabei wird schon in der Schule der Blick in die Welt gerichtet. Hier werden die Grundlagen für eine weltoffene Erziehung gelegt. Nicht nur das Erlernen von Fremdsprachen, sondern auch direkte Kontakte zwischen Schülerinnen und Schülern aus Sachsen-Anhalt und dem Ausland helfen dabei, interkulturelle Kompetenz zu entwickeln. Dies haben die Schulen in unserem Land erkannt und mit großem Engagement Beziehungen zu Schulen im Ausland aufgebaut, die sich zum Teil schon über viele Jahre hinweg in lebendigen Partnerschaften bewähren.

Waren im Jahr 2006 noch 189 internationale Schulpartnerschaften bekannt, wuchs die Zahl bis 2010 auf 328 an. Die Kontakte reichen von Brief- bzw. Mailaustauschen über gemeinsame Lernprojekte bis hin zu gegenseitigen Besuchen. Allein zwischen 2007 und 2009 wurden 245 Reisen in 30 Länder mit 3.864 Schülerinnen und Schülern aus Sachsen-Anhalt vom Land mit fast 700.000 Euro gefördert. Im gleichen Zeitraum empfingen Schulen aus Sachsen-Anhalt bei 223 Maßnahmen 3.758 Schülerinnen und Schüler aus 29 Ländern. Diese Erfahrungen prägen und sorgen auch dafür, dass die Schülerinnen und Schüler aus Sachsen-Anhalt besser für die Herausforderungen der globalisierten Welt gerüstet sind.

Vielfach wird von den Schulen Sachsen-Anhalts auch das EU-Programm COMENIUS genutzt, durch das zweijährige Kooperationsprojekte mit Schulen im Ausland verwirklicht werden können. In den Jahren 2006 bis 2009 wurden insgesamt 69 Projektanträge bewilligt. Der Umfang der europäischen Förderung belief sich auf knapp eine Million Euro. Eines der Projekte führte zwischen 2008 und 2010 die Sekundarschule „Werner Seelenbinder“ in Zielitz mit Partnerschulen in Tschechien und Italien durch. Unter dem Titel „From Cultural Difference to Global Agreement – Trotz kultureller Unterschiede Eins sein“ ging es vor allem um den Abbau von Vorurteilen und die Herausbildung von Toleranz gegenüber dem “Anderssein”. Die Schüler sollten andere Kulturen und Traditionen kennenlernen sowie ihre eigenen vorstellen. Dazu wurde auch der persönliche Kontakt von Jugendlichen aus den teilnehmenden Regionen gefördert.

Weitere Informationen: