Staatsminister Robra besucht die Ukraine

Der Minister für Kultur und Chef der Staatskanzlei, Rainer Robra, weilte vom 27. bis 29. April in der ukrainischen Oblast Saporischschja. Anlass war ein bilaterales Festival der Theater Magdeburg und Saporischschja. Bei der Eröffnung bezeichnete Robra das Festival "Treffpunkt Saporischschja" als einen "wichtigen kulturellen Beitrag zur Partnerschaft zwischen beiden Städten". Weiter sagte der Kulturminister: "Städtepartnerschaften dienen dem Austausch, dem gegenseitigen Kennenlernen anderer kultureller Traditionen und der Verständigung zwischen möglichweise unterschiedlichen Auffassungen. Am einfachsten geht so etwas durch Kunst und Kultur." Die Partnerschaft zwischen Magdeburg und Saporischschja besteht seit 2008.

Minister Robra traf im Rahmen seines Besuches zudem mit dem Vorsitzenden des Regionalparlaments, Grigorij Samardak, und dem stellvertretenden Gouverneur der Oblast Saporischschja, Eduard Gugnin, zusammen. Beide Seiten betonten ihren Willen, weitere Potenziale für eine gemeinsame Kooperation auszuloten.

Der Kulturminister eröffnete ferner gemeinsam mit dem deutschen Generalkonsul Wolfgang Mössinger eine von diesem initiierte Posterausstellung zum 500. Jubiläum der Reformation in der Oblastbibliothek. Zu sehen sind knapp 30 Tafeln, die die Reformation von den Anfängen des Thesenanschlages von Martin Luther in Wittenberg bis zu den Wirkungen in die Neuzeit beleuchten. Die Ausstellung soll in weiteren Städten der Oblast Saporischschja gezeigt werden.

Minister Robra wurde unter anderem begleitet von Vertretern der Ingenieurkammer Sachsen-Anhalt und dem früheren Landtagsabgeordneten Sören Herbst, der sich für die Zusammenarbeit zwischen beiden Seiten engagiert. Die Ingenieurkammer ist Partner eines Pilotprojekts zur energetischen Sanierung eines Plattenbaus aus sozialistischen Zeiten. Eine entsprechende Vereinbarung wurde im Beisein von Staatsminister Robra unterzeichnet.

Mit Unterstützung der Ingenieurkammer Sachsen-Anhalt wurde bereits vor einigen Monaten erstmalig eine Ingenieurkammer für die Oblast Saporischschja gegründet. Beim weiteren Ausbau dieser Kammer werden Vertreter der Ingenieurkammer Sachsen-Anhalt mit ihren umfangreichen Erfahrungen helfen. Auch soll eine Zusammenarbeit mit der Nationalen Universität Saporischschja im Bereich der Weiterbildung aufgebaut werden.

Die Oblast Saporischschja liegt im Südosten der Ukraine. Auf einer Fläche von rund 27.180 km² leben ca. 1,78 Millionen Menschen.

Bildergalerie

Das Bild zeigt den vollbesetzten großen Saal des Magar-Theater bei den Eröffnungsreden des deutsch-ukrainischen Theaterfestivals in Saporischschja.
Das Bild zeigt die Redner der Eröffnungsveranstaltung des deutsch-ukrainischen Theaterfestivals in Saporischschja, darunter ganz rechts Kulturminister Rainer Robra.
Das Bild zeigt den in ukrainischer Sprache abgefassten Flyer zur Aufführung des Stückes "Werther" beim Theater-Festival.
Das Bild zeigt den Schauspieler Raimund Widra vom Theater Magdeburg an einem Tisch auf der Bühne bei der Aufführung des Stückes "Werther" beim deutsch-ukrainischen Theaterfestival in Saporischschja.
Das Bild zeigt links den Vorsitzenden des Parlaments der Oblast Saporischschja, Grigorij Samardak, und rechts Rainer Robra, Kulturminister und Chef der Staatskanzlei, beim Handschlag zur Begrüßung.
Das Bild zeigt die Teilnehmer des Gespräches beim Vorsitzenden des Regionalparlaments der Oblast Saporischschja.
Das Bild zeigt Staatsminister Robra (3. von rechts) und Generalkonsul Wolfgang Mössinger (3. von links) mit weiteren Mitgliedern der Delegation aus Sachsen-Anhalt und dem Dolmetscher.
Das Bild zeigt rechts Staatsminister Rainer Robra und links Generalkonsul Wolfgang Mössinger beim Gespräch mit dem Vorsitzenden des Regionalparlaments.
Das Bild zeigt von links Wladislaw Moroko, Direktor für Kultur der Oblastverwaltung, Generalkonsul Wolfgang Mössinger und Kulturminister Rainer Robra bei der Eröffnung der Reformationsausstellung.
Das Bild zeigt zwei der Roll-Ups der Reformationsausstellung in der Oblastbibliothek Saporischschja.