Staatsminister Robra zu Besuch in französischer Partnerregion

Die Grafik zeigt das Logo der Region Centre-Val de Loire, links mit dem stilisierten Fluss Loire vor einem großen Herz und rechts daneben dem Namen der Region.

Staatsminister Rainer Robra, Minister für Kultur und Chef der Staatskanzlei, weilte an der Spitze einer Delegation aus Sachsen-Anhalt vom 23. bis 25. März in unserer Partnerregion Centre-Val de Loire. Im Mittelpunkt des Programms standen die Bereiche Kultur- und Jugendaustausch, Kommunale Kooperation und Hochwasserschutz.

Minister Robra wurde unter anderem begleitet von Kulturstaatssekretär Dr. Gunnar Schellenberger, dem Leiter des Landesbetriebes für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft sowie von Vertretern aus den vier Kommunen, die eine Städtepartnerschaft mit Kommunen in Centre-Val de Loire haben, und des Europäischen Jugendkompetenzzentrums „GoEurope“.

Im Kulturbereich stand der Besuch verschiedener Kultureinrichtungen der Region, darunter das FRAC (Fonds régionaux d’art contemporain) in Orléans sowie das Centre de Création Contemporaine Olivier Debré und das Museum der Schönen Künste in Tours, auf dem Programm. Mit dem Direktor des FRAC, Abdelkader Damani, wurde ein thematischer Arbeitsbesuch noch in diesem Jahr in Sachsen-Anhalt vereinbart, um mögliche gemeinsame Projekte zu erörtern.

Die Vertreter aus Barleben, Bitterfeld-Wolfen, Gommern und Sandersdorf-Brehna trafen sich gemeinsam mit ihren Partnerkommunen Notre-Dame d’Oe, Vierzon, Saint Jean de la Ruelle und Semoy, um künftige Kooperationsprojekte zu erörtern. Im Bereich Jugendarbeit stand ein zwischen beiden Regionen geplantes Pilotprojekt zum gegenseitigen Austausch im Bereich des Freiwilligendienstes im Mittelpunkt.

Zum Thema Hochwasserschutz erwiderten die Experten aus Sachsen-Anhalt einen Besuch von Vertretern des Etablissement Public Loire (EPL), die sich im Jahr 2015 über Hochwasserschutzmaßnahmen in unserem Land informiert hatten. Beim jüngsten Treffen ging es unter anderem um das Management von Überschwemmungsrisiken. Beide Seiten unterzeichneten eine Absichtserklärung über die künftige Zusammenarbeit. Diese soll unter anderem die Förderung des integrierten Managements der Flusseinzugsgebiete, den Austausch von Erfahrungen bei der Bewältigung von Hochwasserlagen, den Informationsaustausch über öffentliche Beteiligungsprozesse bei großen Hochwasserschutzprojekten und die Nutzung der durch europäische Programme gegebenen Kooperationsmöglichkeiten umfassen.

Die Regionalpartnerschaft zwischen Sachsen-Anhalt und Centre-Val de Loire besteht seit 2004. Die Zusammenarbeit wurde in den letzten Jahren stetig intensiviert. Centre-Val de Loire hat eine Größe von knapp 40.000 km² und 2,57 Millionen Einwohner (Stand 2014). Hauptstadt ist Orléans, weitere wichtige Städte sind Tours und Bourges. Bekannt ist die Region vor allem durch die Loire und die zahlreichen am Fluss gelegenen Schlösser wie zum Beispiel Chaumont und Chambord.

Bildergalerie

Das Bild zeigt in einem alten Steingemäuer Vertreter des Landes Sachsen-Anhalt und der für die Loire zuständigen Einrichtung.
Das Foto zeigt links den Direktor des Landesbetriebes für Hochwasserschutz, Burkhard Henning, und rechts den Präsidenten des Etablissement Public Loire, Daniel Fréchet, an einem Tisch sitzend bei der Unterzeichnung der Absichtserklärung.
Das Foto zeigt recht Kultur-Staatssekretär Dr. Gunnar Schellenberger mit dem Direktor des FRAC, Abdelkader Damani (links) vor einem Plakat der aktuellen Ausstellung des FRAC.