Antrittsbesuch des polnischen Botschafters

Das Bild zeigt links Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff und rechts Botschafter Prof. Dr. Andrzej Przyłębski vor den Fahnen Polens, Deutschlands und Sachsen-Anhalts.

Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff hat am 12. Januar in der Staatskanzlei den Botschafter der Republik Polen, S.E. Prof. Dr. Andrzej Przyłębski, zum Antrittsbesuch empfangen.

Der Regierungschef würdigte die beiderseitigen Beziehungen, insbesondere die enge und vertrauensvolle Kooperation Sachsen-Anhalts mit der Partnerregion Masowien. Er zollte der Transformationsleistung Polens seit 1990 Respekt und äußerte den Wunsch nach einem Ausbau der Zusammenarbeit auch auf europäischer Ebene.

Polen ist einer wichtigsten Kooperationspartner Sachsen-Anhalts. Im Jahr 2015 wurden Waren im Wert von 1,6 Milliarden Euro in das östliche Nachbarland exportiert. Für das erste Halbjahr 2016 ist ein Ausfuhrvolumen von rund 750 Millionen Euro ermittelt worden. Die Importe hatten 2015 einen Umfang von 1,74 Milliarden Euro, in den ersten sechs Monaten 2016 von 692 Millionen Euro. Damit ist Polen der bedeutendste Handelspartner für Sachsen-Anhalt.

Vier Unternehmen in unserem Land mit über 1.000 Beschäftigten wurden durch Investoren aus Polen gesichert.

Alle Universitäten und Hochschulen Sachsen-Anhalts pflegen intensive Kontakte zu Wissenschaftseinrichtungen in Polen.

In 25 Kommunalpartnerschaften und 45 Schulpartnerschaften mit dem Nachbarland wird der ganz konkrete Austausch zwischen den Menschen mit Leben erfüllt.

Seit 2003 verbindet Sachsen-Anhalt eine enge Regionalpartnerschaft mit der Wojewodschaft Masowien. Die Partnerregion ist unter anderem eingebunden in das Europäische Chemieregionen Netzwerk und das noch bis 2019 laufende INTERREG-Projekt Rumobil, das sich mit Fragen der Mobilität in ländlichen Räumen im Zeichen des demografischen Wandels widmet.

Das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie unterhält darüber hinaus gute fachliche Kontakte zur Wojewodschaft Ermland-Masuren.

Gemeinsam mit der Bethe-Stiftung Köln fördert die Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt in den Jahren 2016 und 2017 Fahrten von allen weiterführenden Schulen aus Sachsen-Anhalt zu den Gedenkstätten in den ehemaligen NS-Vernichtungslagern in Polen.

Die Deutsch-Polnische Gesellschaft Sachsen-Anhalt e.V. ist ein aktiver und verlässlicher Partner der Landesregierung bei der Zusammenarbeit mit Polen.