Deutsch-französische Fortbildung für Fachkräfte in der Erinnerungsarbeit
Zeitgemäße Formen der Erinnerungsarbeit ausarbeiten und neue Kooperationen im Bereich der internationalen Jugendarbeit aufbauen: Darum ging es bei der deutsch-französischen Fachkräftefortbildung „Erinnern und Lernen – Fortbildung für Fachkräfte zu einer jugendgerechten Herangehensweise in der Erinnerungsarbeit“.
Vom 15. bis 20. Juni 2025 kamen 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Sachsen-Anhalt und Centre-Val de Loire zusammen. Die Fortbildung fand in Orléans statt, der Hauptstadt der Partnerregion Sachsen-Anhalts. Die Staatskanzlei und Ministerium für Kultur des Landes Sachsen-Anhalt unterstützte finanziell das Projekt im Rahmen einer Förderung.
Im Mittelpunkt stand die Frage, wie historische Ereignisse – insbesondere aus der gemeinsamen deutsch-französischen Geschichte – so vermittelt werden können, dass sie für junge Menschen verständlich, relevant und ansprechend bleiben. Die Fachkräfte diskutierten Herausforderungen und Möglichkeiten der Erinnerungskultur in unterschiedlichen Kontexten und stellten bewährte sowie innovative Methoden vor. Ziel war es, Impulse für eine moderne, jugendgerechte Erinnerungsarbeit zu setzen, die über die Begegnung hinauswirken.
Durch Besuche sozialer und kultureller Einrichtungen, Gespräche mit lokalen Akteuren sowie interaktive Workshops, entstanden Einblicke in verschiedene Ansätze der pädagogischen Vermittlung. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer besuchten einige Gedenkstätten wie das CERCIL Orléans oder die Gedenkstätte in Pithiviers. Netzwerkabende boten zudem Raum, neue Kontakte zu knüpfen und zukünftige Partnerschaften anzubahnen. In gemeinsamen Arbeitsphasen entwickelten die Fachkräfte erste Ideen für Projekte, die sie künftig mit Jugendlichen umsetzen möchten.

